Live in Radio3 suite

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Auf dem Strom

Programm 10/07 in Haslach

Gaetano Donizetti
(1797–1848)
„Dirti addio“ (1843)
Text: Gustave Vaëz (1812–1862)
Gioachino Rossini
(1792–1868)
Aus den „Soirées Musicales“ (1830–35)

„La Partenza”
„La Promessa“
„ll rimprovero“

Texte: Pietro Metastasio (1698–1782)

Luigi Cherubini
(1760–1842)
2. Sonate für Horn und Klavier (1805)
Hector Berlioz
(1803–1869)
„Le jeune pâtre breton“, op.13/4 (1834)
Text: Auguste Brizeux (1803–1858)
Franz Schubert
(1797–1828)
Klavierstück Nr. 3 in C-Dur – D 946 (1828)
Franz Schubert
(1797–1828)
„Auf dem Strom“ – D 943 (1828)
Text: Ludwig Rellstab (1799–1860)
Johann Wenzel Kalliwoda
(1801–1866)
„Heimweh“ (1839)
Text: Otto Prechtler (1813–1881)
Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791)
„Oiseaux, si tous les ans“ – KV 307 (1777/1778)
Text: Antoine Ferrand (1678–1719)

„Dans un bois solitaire“ – KV 308 ( 1777/1778)
Text: Antoine Houdart de la Motte (1672–1731)

Paul Dukas
(1865–1935)
Villanelle für Horn und Klavier (1905)
Conradin Kreutzer
(1780–1849)
„Das Mühlrad“
Text: Ludwig Uhland (1787–1862)

Mitwirkende

Pamela Lucciarini
Pamela Lucciarini, geboren in Turin, studierte in Pesaro Klavier und Gesang, um dann ein weiteres Studium für Barockgesang in Vicenza anzuschließen. Zu ihren musikalischen Fähigkeiten kommen ihre gesanglichen Möglichkeiten, die ihr besonders für das Repertoire des ausgehenden 18. Jahrhunderts entgegenkommen: die Beweglichkeit und der Umfang ihrer Stimme.
Pamela Lucciarini arbeitete mit Fabio Biondi, Riccardo Muti, Enrico Onofri und zahlreichen bekannten Ensembles wie La Venexiana, Divino Sospiro, Cantar Lontano und Capella Artemisia. Mit dem Ensemble Recitarcantando sang sie Recitals mit Kantaten und Motetten für Stimme und Basso continuo. Außerdem folgten mehrere Auftritte bei Live-Sendungen für RAI 3.
Sie trat auf beim Ravenna Festival, Pergolesi-Spontini Festival, Unione Musicale Torino, Auditorium Parco della Musica in Rom, Vancouver Festival, Stavanger Concert Hall Torsdag, Festival Amuz, MITO Settembre musica in Mailand, Innsbruck Festival und in Utrecht.

 

Katrin Düringer
Katrin Düringer wurde im niedersächsischen Salzgitter geboren und wuchs in Freiburg auf. Sie studierte Klavier an der École Normale de Musique in Paris bei André Gorog, an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Werner Genuit sowie ein Jahr in der Meisterklasse von Bruno Canino in Seveso. Ihre künstlerische Ausbildung setzte sie neben dem Besuch von Meisterkursen mit einem Aufbaustudium in der Klasse für Liedgestaltung bei Ramon Walter an der Freiburger Musikhochschule fort und schloss das Studium mit dem Konzertexamen ab.
Sie konzertiert solistisch, als Liedbegleiterin und auch als Kammermusikerin. Schon während des Studiums nahm sie regelmäßig Kammermusikwerke beim damaligen SDR Karlsruhe auf. Ihre Einspielungen selten oder so gut wie nie aufgeführter Melodramen beim SWR Karlsruhe, u.a. von Robert Schumann, Franz Liszt, Carl Reinecke, Richard Strauss und Wilhelm Kienzl, finden in Fachkreisen große Beachtung. Als Organistin und Cembalistin spielt Katrin Düringer in Festgottesdiensten und Konzerten regelmäßig solistische und obligate Partien. Sie ist Mitglied in der Ökumenischen Philharmonie und übernimmt bei den Konzerten dieses Orchesters den Orgel- und den Celesta-Part. Parallel dazu arbeitet sie als Klavierpädagogin. Sie war von Januar 2008 bis Dezember 2013 Vorsitzende des Tonkünstlerverbands Baden-Württemberg der Region Karlsruhe.
2010 gründete sie das Klaviertrio Kephiso, mit dem sie im europäischen In- und Ausland konzertiert. Katrin Düringer leitet seit 2012 den Chor „Ruach“. Das Repertoire des Chores besteht aus Werken der klassischen geistlichen und weltlichen Chormusik und auch aus dem neuen geistlichen Liedgut.

 

Peter Bromig
Peter Bromig wurde 1959 in Frankfurt am Main geboren. Seinen ersten Hornunterricht erhielt er bei Peter Steidle. Ab 1977 studierte er an der Kölner Musikhochschule bei Erich Penzel.
Peter Bromig spielte im Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie. Seit 1980 ist er Solohornist im SWR Sinfonieorchester. Er war beteiligt an der Gründung des Ensemble Modern und ist Mitglied des Dauprat-Hornquartetts.
Einladungen führten ihn zum Kammermusikfest nach Lockenhaus und vielen weiteren internationalen Kammermusikfestivals. Im In- und Ausland absolvierte er zahlreiche solistische Auftritte.

Review of the concert with “Die Freitagsakademie” baroque enseble in Bern

Siebenl Komponisten aufeinenstreich
Die Berner Freitagsakademie erschafft sich ihre eigene Oper: «Adriano in Siria».

Peter Xönig
Für ihre zwanzigste Saison hatte die Freitagsakademie einige originelle Ideen. Zu den ungewöhnlicheren gehört sicher das Projekt «Adriano in Siria». Ob das Libretto von Pietro Metastasio über den römischen Ikaiser Hadrian in Antiochia nun 30, 40 oder 54-mal vertont worden ist: Die namhaftesten Komponisten ihrer Zeit haben sich an das Werk gewagt, darunter Grössen wie Baldassare Galuppi, Giovanni Battista pergolesi oder der jüngste Bach-Sohn Johann Christian. Aus Teilen ihrer verschiedenen «Adriano»-Opern hat die Freitagsakademie nun ein Pasticcio zusammengestellt,. das seinesgleichen sucht, vergleichbar allenfalls mit der «Messa per Rossini», die Beiträge eines Dutzends I komponisten enthält. Der Berner «Adriano» ist so noch nie aufgeführt worden und daher einmalig. Fast beängstigender Furor Beibehalten hat man die dreiaktige Grundstruktur der Opera Seria; darin werden mehrere Ouvertüren mit Arien aller Protagonisten zu einem neuen Ganzen gefügt. Die insgesamt sechs Figuren des «Adriano»-Librettos werden von ein und derselben Sängerin verkörpert. Dabei erwies sich die Italienerin Pamela Lucciarini als wahrer Glücksgriff: Ihr expansiver, vibratoarmer, drei Oktaven mühelos umspannender Mezzosopran
ist ftir das Repertoire des 18. Jahrhunderts wie geschaffen. Beeindruckend,
wie die Sängerin sich von Rolle zu Rolle wandelte. Die zunehmende Intensität ihres Vortrags gipfelte in der grossen Arie des Adriano (aus der Version von Giovanni Battista Fernandini), wo der Furor der Sängerin fast beängstigende Züge annahm; mit Recht wurde die partie als Zugabe wiederholt. Lacher für den Kommentator Gut war auch die Idee, einen Schauspieler mit dem Vortrag erläuternder Texte zu betrauen. Marcus Signer verlas Jürgen Theobaldys ironisch aufgeladene Handlung derart ernsthaft, dass die Lacher nicht ausbleiben konnten. Viel durchsichtiger wurde das komplexe Geschehen dadurch zwar nicht, aber immerhin entstand ein roter Faden durch das «Best of» der sieben lkomponisten. Emirena, Osroa oder Farnaspe wurden so zu neuem Leben erweckt, und ihre Schöpfer Vernacini, de Majo oder Ristoni kamen zu neuen Ehren. Und bei alledem darfdie Leistung der Musikerinnen und Musiker der Freitagsakademie nicht vergessen gehen: Spielund Einsatzfreude, gepaart mit technischer Brillanz, ergaben den bekannt transparenten und, ja: «originalen» Klang, für den diese Formation zu Recht geschätzt wird.”

http://www.freitagsakademie.com/3.konzert.html